Erwachsene und junge Menschen

Adultismus

Einerseits sind Erwachsene diejenigen, die manche Entscheidungen für jüngere Menschen treffen müssen. Jüngere Menschen brauchen Bezugs-personen, die auf sie aufpassen und sich um sie kümmern.

Problematisch wird es, wenn Erwachsene z.B. Bedürfnisse, Grenzen, Gefühle und Aussagen junger Menschen nicht ernstnehmen. Das kann sehr direkt passieren ‘ach, quatsch, das ist doch gar nicht heiß/kalt/tut nicht weh/…’, wenn eine (verwandte) Person umarmt werden soll, oder auch indirekter.

Ängste, Wünsche und Bedürfnisse sollten genauso wie bei allen anderen auch ernst genommen werden . Ebenso wichtig ist es, sich ehrlich mitzuteilen und von eigenen Emotionen zu sprechen (aber auch darauf zu achten, junge Menschen nicht zu viel mit eigenen Emotionen zu belasten). Die Balance darin zu finden ist Übungs- und Verhandlungssache und kommt auf die Kapazitäten der betreffenden Personen an.

Kinder weniger ernst zu nehmen und sich selbst auf gemeinsamer emotionaler Ebene nicht anvertrauen, bedeutet, ihnen dadurch Sicherheit und Vertrauen zu nehmen. Kinder fühlen sich dann unsicherer, ängstlicher und verhalten sich misstrauischer gegenüber sich selbst, anderen Menschen und ihrer Umgebung.

Wir möchten Verständnis und Respekt füreinander üben, ohne die eigene Meinung über die anderer zu stellen, egal ob es Erwachsene sind oder Kinder, ältere oder jüngere Leute.